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Mission Doppelbronze am Bodensee
Geevt Obacht; Waterruthhoalsteed de Beek; Wandsbek-Marienthal ton Bewerb steiht parat;

oder wie die Wettkampfgruppe Wandsbek-Marienthal zwei Leistungsabzeichen bei den 60. Vorarlberger Landes-Feuerwehrleistungsbewerb 2011 in Bregenz/Österreich, 02.07.2011 erworben hat.

Es begann im letzten Sommer, einer unserer späteren Trainer verbrachte ein paar Urlaubstage bei seinen Freunden von der Freiwilligen Feuerwehr Bregenz-Stadt am Bodensee. Eines der Haupthemen an einem gemütlichen Abend war natürlich die große Jubiläumsfeier zum 150 jährigen Bestehen der Feuerwehr Bregenz 2011. Es war selbstverständlich, dass die Hamburger bei der Ausrichtung der Feier unterstützen und auch an dem 60. Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Vorarlberg teilnehmen würden. Gesagt getan, es wurde das aktuelle Regelheft, österreichische Leinebeutel und Schlauchträger ausgeliehen, Email Adressen und Telefonnummer mit dem neuen Kommandant der Wettkampgruppe Bregenz ausgetauscht und ab ging es nach Hamburg.

In Hamburg angekommen wurde die Mission gestartet. Der Aufbau der neuen Wettkampfgruppe, (die alte war 2000 aufgelöst worden,) stellte die Teilnehmer und die Trainer vor eine große Herausforderung. Auch der neue Startteppich verlieh keine Flügel, im Gegenteil.
Es meldeten sich 17 Wettkampfbegeisterte Feuerwehrleute in den ersten Tagen. Nach bekannt werden der bevorstehenden Trainingseinheiten und Zeitaufwendungen, formierte sich eine 10 Köpfige Mannschaft um den neu gegründeten Trainerstab. Der Trainerstab setzte sich aus drei Wettkampferprobten, mehrfach Inhaber des Leistungsabzeichen und leicht ergrauten (2v3) Wehrmitglieder der Einsatzabteilung zusammen. Erschwerend kam für alle hinzu, dass die Wettkampftätigkeiten neben den normalen Einsatzdienst abgewickelt werden musste. Auch hier vielen Dank an alle Wehrmitglieder und auch an die Jugendfeuerwehr, die der Wettkampfgruppe den nötigen Trainingsfreiraum geschaffen haben.
Durch die heutige Medienwelt, konnten sich alle das Ziel im Internet bei YouTube ansehen. Doch schnell wurde klar, wie viel harte Arbeit notwendig sein wird, um überhaupt die Platzreife zu erlangen, die bis zum April 2011 sitzen musste. Mitte April war der Anmeldeschluss beim DFV für die Nennung im Ausland. Damit verbunden war auch eine Leistungsabnahme in Hamburg, vor einem anerkannten Schiedsrichterauschuss für den internationalen Feuerwehr-Wettkampf. Es begann ein intensives Training, bis die Sauger glühten, der Angriffstrupp nach Luft japste. Jede einzelne Bewegung wurde gemäß Regelwerk einstudiert. Die Anfangszeiten von 70sec wurden um 20sec durch Fleiß, Ehrgeiz und Belohnungen unterboten. "Das habe ich schon mal schneller gesehen" wurde öfter über den Platz gebrüllt.
Im April war es soweit, die Abnahme vor dem Schiedsrichtergespann aus Wellingsbüttel erfolgte mit einer Tagesbestzeit für den Löschangriff und einer guten Zeit im Staffellauf. Vielen Dank an die Schiedsrichter, hier erhielten wir noch wertvolle Tipps für das weitere Training. Um diese Leistung noch zu verbessern, besuchte uns die Wettkampfgruppe aus Bregenz. Die zeigte uns bei einem gemeinsamen Training, dass es noch schneller geht. Wir ließen uns nicht entmutigen und verbrachten mit unseren Freunden drei schöne Tage in Hamburg. Die verbleibende Zeit bis zum 02.07.2011 wurde für den Feinschliff im Löschangriff genutzt, sowie alle erforderlichen Anmeldungen und Formulare fristgerecht einzureichen.

Gemeldet wurde für das Vorarlberger-Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze und dem Österreichische Bundes-Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze. Das ist das erste Mal, dass wir Hamburger an zwei Leistungs-Bewerben an einem Tag teilnehmen dürfen.

Die Transportfrage wurde geklärt und die letzten fehlenden Kleidungs- und Ausrüstungsgenstände wurden beschafft (super Wettkampf-T-Shirt). Dabei tauchte auch eine außergewöhnliche Sonnenbrille auf, von der wir bis heute nicht wissen, aus welcher Epoche diese stammt.
Am 30.06. 8:00 Uhr war es dann soweit, es trafen sich die Wettkämpfer, Trainer, Fotografin, Schlachtenbummler, sowie zwei weitere Gründungsmitglieder der Partnerschaft mit Bregenz (seit 31 Jahren), die auch mehrfache Inhaber des Leistungsabzeichens sind.
Aufsitzen und los ging die Reise.
Nach 820km, durchzogen von vielen kleinen Pausen, sind wir dann am Abend in Bregenz angekommen und haben unser super Quartier im Feuerwehr-Gerätehaus Bregenz bezogen. Nach dem Bettenbau genossen wir die ersten Blicke über den Bodensee, mit der am Horizont versinkenden Sonne. Unserer Freunde und Feuerwehrkollegen trafen wir dann im Festzelt, die noch alle mit dem Finalen-Aufbau beschäftig waren. Trotz aller Arbeiten verbrachten wir noch einen zünftigen Willkommens-Abend mit allerlei Abwechslung. Es wurde erst ein verlorener Sohn, dann sein verlorenes GPS-Gerät wieder gefunden und der Wunsch "Ich will ma ne Rede reden" erfüllt.
Am Freitagvormittag wurde das geplante Training umgesetzt. 3 Stunden intensives Handling mit dem Bregenzer Wettkampf-Gerät. Die T-Shirts waren nass und die Kopfschmerzen weg.
Danach konnten wir unser Versprechen einlösen und haben uns dann bei der Projektleitung 150 Jahre Jubiläum gemeldet. Nach der Ausgabe der Fest-T-Shirts, konnten wir dann 6 Stunden den Getränke-Ausschank am Seniorennachmittag unterstützen, ohne größere Schäden zu verursachen. Die verbleibenden Zeit bis zum Abendprogramm, wurde dann noch von einigen genutzt, um sich mit der Berglandschaft vertraut zu machen. Und, wie mir zugetragen, wurde, gab es einen Maschinisten, der zum erste mal sein Abendessen lebend auf der Almwiese gesehen hat. Trotz seiner technischen Auffassungsgabe, war er verwirrt, dass die Rindviecher schräg am Hang laufen können. Wir haben dieses Thema dann nicht weiter vertieft und sind ins Festzelt gegangen. Der Abend klang dann bei guter Musik harmonisch aus.

Samstag, 02.07.2011 war nun der lang erwartete Wettkampftag. Nach einem super Frühstück, Leberkäs und Brezeln, hier nochmal ein Dankeschön an unsere Frühstücksfee, übereichten wir unsere Gastgeschenke an den Kommandanten, bevor es in das Casino Stadion von Bregenz ging.
Wir waren eine von über 160 Feuerwehr-Wettkampfgruppen, die an diesem Samstag angetreten waren. Nach der Anmeldung wurden die Mannschaft und der Trainerstab das Erste mal seit 10 Monaten räumlich getrennt. Die Gruppe ging (in hervorragende Formation und Gleichschritt) auf das "Grün" im Stadion und die Trainer und Schlachtenbummler auf die Tribüne. Ausgenommen unsere Fotografin, sie durfte mit auf den Rasen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass einer der Trainer nervöser war als die Wettkämpfer. Um 11:50 wurde gestartet, um 12:15 Uhr hatte die Gruppe das erste Leistungsabzeichen in der Tasche. Der zweite Start erfolgte um 13:42, mit einer verbesserten Zeit 10 sec. weniger, wurde auch das zweite Leistungsabzeichen erworben.
Herzlichen Glückwunsch!
Jetzt konnten wir alle das Feuerwehrfest, mit über 1500 Wettkämpfern in vollen Zügen genießen.
Auch hier sei noch mal gesagt, das Feuerwehrfest, welches die Bregenzer Freunde auf die Beine gestellt haben, war eine Superlative.
Nach der Siegerehrung im Stadion, wurden dann die begehrten Leistungsabzeichen von den beiden Grauhaardackeln an die Jacken der Wettkämpfer geheftet. Es wurde eine sehr lange Nacht mit ca. 5000 Gästen im Festzelt und einem Gutenmorgen-Happen an der Dönerbude.
Der nächste Höhepunkt des Feuerwehrfestes war die Festmesse mit Fahrzeugsegnung und die Übergabe der neuen Drehleiter an den Kommandanten der FF-Bregenz-Stadt. Die Zeremonie fand in einem festlichen Rahmen im Casino-Stadion um 9:00 Uhr statt. Unsere Hamburger Abordnung bestand aus den vier über 50 jährigen Frühaufsteher. Um 13:30 versammelten wir uns zu einem weiteren Höhepunkt des Jubiläums. Diesmal war es der Festumzug am See, mit über 3000 Teilnehmern, bestehend aus Feuerwehrleuten, Trachtengruppen, Musikkapellen, Pferdekutschen, Oldtimern und Fahnenträgern. Dieses Specktakel endete nach über 2 Stunden, mit tosendem Applaus und Musik im Festzelt. Sowas erlebt man nicht alle Tage.
Der Nachmittag verlief dann sehr ruhig. Einige von uns erklommen mit der Seilbahn den Pfänder und unsere Geocacher zog es noch mal in die angrenzenden Länder um nach Verborgenen zu suchen.

Am Abend im Festzelt, entwickelte sich noch eine spontane After-Showparty vom Feinsten. Hier konnten wir uns noch mal in aller Form bei unseren Gastgebern für die 4 Tage Feuerwehrfest, Frühstück, Wettkämpfe, Kameradschaftspflege und viel Spaß mit unseren Freunden bedanken.
Ach ja, wir hatten 5 Tage lang nur das beste Wetter!
Die Rückreise am Montag verlief ohne weitere Zwischenfällen, sodass wir die Fahrzeuge um 17:00 Uhr gereinigt zurück geben konnten.

Fazit: 10 Monate Training, zweimal in der Woche, führten zum zweifachen Bronze-Erfolg.

An dieser Mission waren beteiligt:
Die Wettkampfgruppe: Olaf, David, Jan, Tobi, Dennis, Alex, Christian, Lars, Robert, Timo
Schlachtenbummler: Kafe, Dieter, Jürgen
Fotografin: Lena
Trainer: Hartmut, Kersche, Kiki

Ein weiteres Dankeschön geht auch den Landesbereichsführer und sein Management, für die unbürokratische Unterstützung, und nicht zu letzt, an unseren Wehrführer der vieles möglich gemacht hat.

Das war's - bis zum nächsten Wettkampf...
ein Trainer (Grauhaardackel)

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